John Deere Lanz Pflüge

Die Informationslage ist nicht sonderlich gut, aber ich versuche Licht ins Dunkel zu bringen.

Während John Deere in den USA seine Wurzeln eigentlich auf dem Pflug gründet, so wurden mit der Expansion nach Europa die Pflüge nicht mit ins Programm übernommen, wie man eigentlich vermuten könnte. Die hier angebotenen John Deere Lanz Pflüge waren Lizensprodukte von Huard und eventuell noch anderen Herstellern was ich noch zu klären versuche. Lediglich der F145H als vier bzw fünfschariger Aufsattelbeetpflug schafft den Sprung über den Teich.

Prinzipiell wurden Beet und Volldrehpflüge angeboten, deren Bezeichnung eine gewisse Hirachie hatte.Die Drehpflüge beginnen zunächst mit R wie französisch rotatif und die Beetpflüge mit S wie Französisch Serie (Reihe) somit wäre die Huard Abstammung geklärt.

Weiter geht es mit der Anzahl der Furchen, wobei sich hier meine Sprachkenntnisse wehren

1 furchig = Mono, 2 furchig = bi, 3 furchig = tri und 4 furchig = f four? Das hat nicht wirklich was mit französisch zu tun. Wer aber was weiß und belegen kann, dann gerne den Kontakt Button nutzen.

Daraus ergibt sich für den 1 Schar Drehpflug also das RM und für den 4 Schar Beetpflug das SF

Der Buchstaben Kombination folgt eine Zahl die man zumindest am Anfang noch ca. den empfohlenen Schleppern zuordnen konnte.

SB100 empfohlen für JDL100, SB300 für Schlepper 300 und SB350 für Schlepper 300 und 500.

Der RT700 für den 700er und der RT900 für den 3010 und hier beginnt es zu verwischen. Mann kann aber sagen das die höhere Zahl dem höheren Zugkraftbedarf entspricht.

Jetzt zu den Typen, mir sind in der John Deere Lanz Ära folgende bekannt:

Drehpflüge

1 Schar: RM100

2 Schar: RB100, RB300, RB500, RB570

3 Schar: RT700, RT900

Beetpflüge:

2 Schar: SB100, SB300, SB530

3 Schar: ST300, ST350, ST570,

4 Schar: SF700, SF900, SF990

Bei den Beetpflügen wurden der SB100+300, der ST300+350 und der SF700 als leichte

und der SB530, der ST570 sowie der SF900+990 als schwere Ausführung bezeichnet.

Die Leichten waren in einer Art Baukastenprinzip aus rechteckigen Rahmenelementen verschraubt und die Schweren haben ein auf die Spitze gedrehtes Vierkantrohr als Zentralrahmen welches sehr charkteristisch ist.

Auch die Drehpflüge haben diese Merkmale, hier zählen der RM und die RB- Varianten zu den leichten geschraubten und die RT zu den schweren mit dem Zentralrahmen

 

Hier ein ST570 in restaurierfähigem Zustand

schön zu erkennen die charakteristische Rahmenform und die Halterung der Grindel

Die Streichblechform lassen wir an der Stelle offen :-)

Danke: http://www.meierhof-schlepper.de/

Originalabbildung des SF700 aus der Betriebsanleitung

leichter Beetpflug mit den genannten Mermalen, aus Segmenten verschraubt

Hier gezeigt die Ausstattung mit Düngereinleger und Vorschäler

 

Kurz nach dem Erwerb meines SF700 mit der Fabriknummer 15 wurde bei einem renomierten Auktionshaus dieser SF700 angeboten. Nach einem Telefonat mit dem Verkäufer stellte sich heraus das es sich um Nr. 16 handelt. Zufälle gibt es... Im Bild eine schöne Ansicht von vorn mit Blick auf die Meißel.

An der Stelle nochmal Danke für das Foto

links im Bild ein Vetreter der schweren Baureihe der RT700. Schön zu sehen der markante auf die Spitze gedrehte Vierkant-Tragholm der auch bei den Beetpflügen das Markenzeichen ist. Der Durchgang ist höher als bei den Leichten, die Schare und Streichbleche sind größer und dadurch kann tiefer gearbeitet werden ( schwerer )

In der gezeigten zeitgenössischen Anzeige von ca.1964/65 sind die technischen Daten aufgeführt wobei man eben keinen Bezug der Daten zur Bezeichnung herstellen kann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

selbstverständlich wurden auch für die John Deere Lanz Pflüge entsprechend der Boden und Einsatzbedingungen verschiedene Körperformen, Schare und Streichbleche angeboten

John Deere im Jahr 1960

In Dallas / Texas / USA werden im Rahmen einer großen Show neue Traktoren vorgestellt.

Die " New Generation of Power".

Diesen Traktoren und dem wie sie nach Deutschland kamen will sich diese Hompage widmen.

 

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